Aufbau einer neuen Existenz

Das freundliche und gleichzeitig individuelle Erscheinungsbild von Ladenräumen ist die Basis für den Geschäftserfolg. Diese Erkenntnis ist nicht neu, doch sie wird nicht immer konsequent umgesetzt. Viele Verkaufsräume ähneln sich, sie wirken leicht austauschbar. Wer ein überzeugendes Konzept für die Ladengestaltung mit individueller Präsentation verbindet, hebt sich von Mitbewerbern ab. Hierfür gibt es einige wichtige Regeln.

Die Bedeutung der Einrichtungsgestaltung

Gerade kleinere Läden und Cafés leben von der Atmosphäre, die sie ausstrahlen. Doch nur mit cleverer Planung lassen sich gestalterische Kreationen auf begrenztem Raum umsetzen. Bei Unternehmensgründungen wird dieser Aspekt manchmal vernachlässigt, die Jungunternehmer richten sich eher nach zufälligen Ideen ein. Aus diesem Grund können sie mit den großen Händlern nicht konkurrieren, denen Innenarchitekten und Designer die Ladengeschäfte gestalten. Auch Gründer müssen aber nicht auf den Charme der individuellen Einrichtung verzichten. Damit wird ihr Geschäft für bestimmte Kundengruppen besonders attraktiv - nämlich diejenigen, die das Einheitsdesign der großen Handelsketten nicht mehr sehen mögen. Freilich lässt sich von großen Playern etwas lernen: Deren Einrichtung ist durchdacht, sie transportiert ein ganz bestimmtes Image. Solche Botschaften können auch kleine Läden vermitteln, wenn sie gleichzeitig auf die wesentlichen Punkte jeder Ladeneinrichtung achten: Ordnung und Übersicht. Ein Leitsystem für die Kunden braucht der kleine Shop wohl nicht, doch klare Strukturen sind dennoch unerlässlich. Die Einhaltung der Goldenden Regeln unterstützt diese Strukturierung.

Sechs Goldene Regeln für kleine Geschäfte

  • Unverwechselbar: Jeder noch so kleine Laden muss ein unverkennbares Antlitz tragen, das von außen sofort erkennbar ist. Das Firmenlogo unterstützt dies ebenso wie auffällige Werbebanden und die geschickte Beleuchtung.
  • Einprägsam: Klare Strukturen prägen sich dem Kunden ein. Schon im Eingangsbereich muss der erste Überblick möglich sein: Wo gibt es was? Wo ist die Kasse? Wie finde ich hinein und hinaus?
  • Weniger ist mehr: Überfrachtete Auslagen verführen nicht zum Hinschauen, sondern zum Weitergehen. Auch kleine Läden können Servicepunkte und Ruheinseln schaffen, z. B. mit einem Kaffeeautomaten oder Wasserspender. Hier können nebenher Zeitschriften und Firmenprospekte ausliegen.
  • Licht und Farbe: Akzente sind mit diesen beiden Komponenten gut zu setzen, denn die Wände müssen nicht weiß sein. Flexible Lichtquellen können unterschiedliche Stimmungen erzeugen, mobile Flächen bringen Leben in die Warenpräsentationen. Auffällige Farben schaffen gezielt Kontraste und grenzen einzelne Bereiche ab.
  • Mobiliar: Es ist fast alles erlaubt, jedoch sollte es gerade nicht der Küchenstuhl oder Sessel sein, welchen die Kunden auch daheim verwenden. Ungewöhnliche Sitzelemente sind Sitzsäcke und Lounges, aber auch ein antikes Möbelstück. Hiermit lassen sich Wirkungen erzielen und Erinnerungswerte schaffen.
  • Der Kraft des ersten Eindrucks: Schon beim Betreten des Ladens ist ein Aha-Effekt gewünscht. In wenigen Sekunden entscheidet jeder Mensch, ob dieser Laden gefällt oder nicht. Das Zusammenspiel aller genannten Elemente schafft diesen Eindruck.